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Nährstoffarme bis mässig nährstoffreiche kalkhaltige Gewässer mit Bodenvegetation aus Armleuchteralgen

Charakteristische Arten

Armleuchteralgen der Gattung Chara und Nitella

Gefährdungsursachen

Veränderung des hydrologischen Regimes; Eutrophierung der Gewässer infolge von Nährstoffeinträgen; Verschlammung des Gewässergrundes; Intensivierung der fischereilichen Nutzung; Uferverbauungen, Uferbefestigungen und Uferbegrünungen; Wassertrübung und Eutrophierung infolge intensiver Beweidung der Uferzonen; Übernutzung durch Freizeitbetrieb; Zerstörung der Gewässer durch Verfüllung (Kleingewässer);

Schutzstrategien

Erhaltung der Gewässer in ihrer Hydrologie und Trophie; Weitgehender Nutzungsverzicht; Verhinderung von Nährstoffeinträgen aus punktförmigen (Abflussrohre) bzw. flächigen (z.B. Ackerflächen); Quellen; Einrichtung von Pufferzonen rund um das Gewässer;

Weitere Informationen

Der Lebensraumtyp kommt in oligo- bis mesotrophen, basen- und/oder kalkhaltigen, süßen bis schwach salzhaltigen Stillgewässern aller Höhenstufen vor. Typische Gewässer sind Seen und Baggerseen sowie Weiher und Tümpel in Schottergruben, Auen und Mooren. In diesen permanenten, seltener auch temporären Gewässern bilden sich ausgedehnte artenarme, häufig nur aus einer Art bestehende Bestände von Armleuchteralgen mit enger Anpassung an Wasserchemismus und Nährstoffgehalt des Gewässers. Als Pionierarten besiedeln Armleuchteralgen häufig wenig gereifte Gewässer mit schottrigem Grund; sie können bis in eine Tiefe von ca. 20 m vorkommen, in sehr klaren Gewässern sogar noch tiefer.

Armleuchteralgen sind empfindlich gegen Wasserverschmutzung. In typischen Gewässern wird ein Grenzwert von 0,02 mg/l Phosphat nicht überschritten, wenngleich einige Arten (z.B. Chara fragilis, C. vulgaris) auch in eutrophen Gewässern vorkommen können. Wesentlich Gefährdungsursachen für Armleuchteralgen in nährstoffreichen Gewässern ist die Verschlechterung des Unterwasser-Lichtklimas und die mechanische Belastung der Pflanzen durch epiphytische Algen.


Verbreitung und Häufigkeit: selten bis zerstreut, räumliche Ausbreitung (klein-)flächig.

Nomenklatur
Wissenschaftlicher Name
Synonyme
Prioritär Nein
Natura 2000
FFH Code 3140
Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang I, Gefährdungsstufe: stark gefährdet

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