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Alpine und subalpine Kalkrasen

Charakteristische Arten

Ennstaller Silbermantel, Baldo-Windröschen, Rost-Segge, Weichhaar-Pippau, Drüsiges Berufkraut, Westliche Gelb-Platterbse, Nacktried, Polster-Segge, Horst-Segge, Koralpen-Berufkraut, Zweiblüten-Läuserkraut, Kalk-Blaugras,

Gefährdungsursachen

Touristische Erschließungen (insbesondere Skipistenbau); Trittschäden (durch Weidevieh oder Wanderer); Aufgabe einer extensiven Nutzung von Bergmähdern; Weideintensivierung; Abbautätigkeit; Wildbach- und Lawinenverbauung;

Schutzstrategien

Verhindern von Trittschäden durch Markierung oder Attraktivierung von Wanderwegen; Auszäunen von Weidevieh; sorgsame Bau von Skipisten; im Falle der sekundären Kalkrasen ist eine Aufrechterhaltung einer extensiven Bewirtschaftung (einmalige Mahd entweder im Ein- oder Zwei-Jahresrhythmus, extensive Beweidung entweder mit Rindvieh oder bei steilen Hängen mit Schafen oder Ziegen) nötig;

Weitere Informationen

Der Lebensraumtyp umfasst ahemerobe bis mesohemerobe Rasen auf basischen Böden samt den mit ihnen komplexartig verzahnten Gesellschaften der schneereichen Geländemulden und der eher schneearmen Buckel und Kanten. Die Rasen finden sich auf felsdurchsetzten Hängen, Felsabsätzen, Gipfelplateaus, und Karsthochflächen. Die in die Rasen eingelagerten Schneetälchen kommen auf ruhendem oder wenig bewegtem Karbonatschutt sowie in Karrenmulden und am Boden von Trichterdolinen, am Fuß von steilen Hängen und auf Moränen vor.

Die Variabilität der in diesem Lebensraumtyp zusammengefassten Rasen ist groß und reicht von offenen niedrigwüchsigen natürlichen Urrasen der alpinen Stufe bis zu dichten hochwüchsigen Bergmähdern und Extensivweiden der hochmontanen bis subalpinen Stufe. Die Urrasen können jedoch auch an Lawinenbahnen und Felsfluchten bis weit in die montane Stufe hinabsteigen. All diesen unterschiedlichen Rasentypen sind die basenreichen Böden und eine Palette von mehr oder weniger weit verbreiteten Kalkzeigern, welche an ein hohes Ca-Ionenmilieu angepasst sind, gemeinsam.

Verbreitung und Häufigkeit: gesamte alpine Region, sehr häufig; räumliche Ausprägung: klein bis großflächig.

Nomenklatur
Wissenschaftlicher Name
Synonyme
Prioritär Ja
Natura 2000
FFH Code 6170
Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang I, Gefährdungsstufe: nicht gefährdet

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