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Kalkreiche Niedermoore

Charakteristische Arten

Quellbinse, Davall-Segge, Zweihäusige Segge, Große Gelb-Segge, Eis-Segge, Saum-Segge, Mittlere Gelb-Segge, Stern-Goldschlafmoos, Fleischfarbenes Fingerknabenkraut, Rosmarin-Kriech-Weide, Sumpfenzian, Sumpf-Baldrian, Glanzstendel, Herzblatt, Mehl-Primel,

Gefährdungsursachen

Aufgabe der Bewirtschaftung (Verbrachung/Verbuschung); Aufforstung; Nutzungsintensivierung (z.B. intensivere Beweidung); Absenken des Grundwasserspiegels/Entwässerung; Nährstoffeintrag (Düngung, Einwaschung etc.); Betritt (durch schwere Weidetiere, Menschen etc.);

Schutzstrategien

jährliches oder zweijährliches Mähen am Sommer-Ende oder im Herbst; extensive Beweidung mit leichten Weidetieren (Ziegen, Schafe, leichte Rinderrassen); Anlage von Pufferzonen; Besucherlenkung (zur Vermeidung von Trittschäden);

Weitere Informationen

Der Lebensraumtyp umfasst Niedermoorgesellschaften quelliger bis wasserzügiger Standorte mit hoch anstehendem Grundwasser von der planaren bis subalpinen Höhenstufe. Für die Gesellschaften des Lebensraumtyps ist ein hoher Basengehalt des Substrates bzw. des Wassers, der nicht durch Kalkzumkarbonat bedingt sein muss, Voraussetzung. Die Standorte werden ausschließlich vom Mineralbodenwasser beeinflusst (minerogene Moore), sind permanent vernässt, können jedoch auch periodisch trocken fallen. Der Grundwasserstand schwankt im Jahresverlauf jedoch nur wenig und liegt in der Regel zwischen Bodenoberfläche und 20 cm unter Flur. Häufig liegt das Grundwasser jedoch nur knapp unter der Bodenoberfläche (0-10 cm unter Flur), die absoluten Wasserstandsminima unterschreiten nie eine Bodentiefe von -27 cm. Die Bestände sind entweder aufgrund des baumfeindlichen Wasserhaushaltes von Natur aus offen oder werden durch gelegentliche oder regelmäßige Mahd baumfrei gehalten. Die Gesellschaften sind wirtschaftlich wenig ertragreich und eignen sich nur als Streuwiesen.

Verbreitung und Häufigkeit: alpine Region (Kalkalpen), südöstliches Alpenvorland, zerstreut; räumliche Ausprägung: flächig bis großflächig.

Nomenklatur
Wissenschaftlicher Name
Synonyme
Prioritär Nein
Natura 2000
FFH Code 7230
Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang I, Gefährdungsstufe: stark gefährdet
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