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Kalk- und Kalkschieferschutthalden der montanen bis alpinen Stufe

Charakteristische Arten

Schwarze Schafgarbe, Alpen-Steinkraut, Schwarze Edelraute, Zerschlitzter Streifenfarn, Augenwurz, Triglav-Pippau, Flattnitzer Felsenblümchen, Hoppe-Felsenblümchen, Gletscher-Gemswurz, Rundblatt-Enzian, Kriechendes Gipskraut, Berg-Löwenzahn, u.v.m.

Gefährdungsursachen

keine

Schutzstrategien

keine

Weitere Informationen

Schutthalden der Kalkgebirge bilden sich überwiegend am Fuß von Felswänden, wo sie vielfach geradezu einen Mantel bilden, der den Sockel der Gipfel einhüllt. Den Untergrund bildet der Haldenhang, der aus anstehendem Gestein aufgebaut ist und durch die Schuttüberdeckung vor weiterer Abtragung geschützt ist.

Entscheidende Faktoren für die Ausbildung und Dichte der Vegetation sind die Intensität der Schuttbewegung, die Korngrößenverteilung der Schuttbestandteile (Grus, Feinschutt, Grobschutt), der Feinerde- und Feuchtegehalt, sowie Neigung und Exposition des Hanges. Nicht oder nur schwach bewegte Schutthalden mit Feinerdeanteil können eine offene bis weitgehend geschlossene Vegetationsdecke entwickeln („Grünhalde"). Sonnenexponierte Grobschutthalden mit geringem Feinerde- und Feinmaterialanteil sind in Folge der schlechten Wasserversorgung auch bei fehlender Materialbewegung oft fast gänzlich vegetationsfrei („Grauhalden"). Falls gröberes Steinmaterial über eingeschwemmter Feinerde liegt, kann sich eine sogenannte „Steinluftschicht" bilden, welche die Verdunstung in der Bodenschicht reduziert, kühl-feuchte Verhältnisse schafft und daher auch auf sonnexponierten Halden Pflanzenwachstum ermöglicht.

Verbreitung und Häufigkeit: Nördliche und Südliche Kalkalpen, Schladminger Tauern, Nockberge, häufig; räumliche Ausprägung: flächig.

Nomenklatur
Wissenschaftlicher Name Thlaspietea Rotundifolii
Synonyme
Prioritär Nein
Natura 2000
FFH Code 8120
Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang I, Gefährdungsstufe: nicht gefährdet
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