Subatlantischer oder mitteleuropäischer Steileichenwald oder Eichen-Hainbuchenwald

Charakteristische Arten

Feldahorn, busch-Windröschen, Seegras-Segge, Waldsegge, Hainbuche, Rasenschmiele, Rotbuche, Gew. Esche, Berg-Goldnessel, Wald-Sauerklee, Vielblütige Weißwurz, Stieleiche, Wald-Ziest, Großer Sternmiere,

Gefährdungsursachen

Umwandlung der natürlichen Baumartenmischung; Aufgabe der traditionellen Nutzung (Niederwaldwirtschaft); Invasion von standortsfremden (Baum-)Arten; Wildschäden; Rodungen für Bauland- oder Landwirtschaftsflächen; Schadstoffimmissionen; Klimawandel (z.B. Schwächung der Waldvegetation durch Extremereignisse wie Starkniederschläge, Trockenperioden, Stürme);

Schutzstrategien

Förderung der natürlichen Baumartenmischung; Förderung der Niederwaldwirtschaft; Förderung von stehendem Totholz; Selektives Zurückdrängen von standortsfremden Arten; Wildstandsregulierungen;

Weitere Informationen

Dieser Lebensraumtyp umfasst subatlantische Eichen-Hainbuchenwälder der kollinen bis submontanen Höhenstufe Österreichs. Man findet sie auf Standorten innerhalb des Buchenareals, 9160 Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Eichen-Hainbuchenwald welche aufgrund edaphischer bzw. klimatischer Verhältnisse für Buchenwälder nicht mehr geeignet sind. Die Baumschicht wird von Hainbuche und Stiel-Eiche dominiert.

Der Lebensraumtyp kommt auf bodenfeuchten bis staunassen Standorten vor, welche aufgrund ihres Luft- und Wasserhaushaltes für die Rotbuche ungünstig sind. Daneben sind klimatische Faktoren für das Fehlen der Rotbuche ausschlaggebend (vor allem Gefährdung durch Spätfröste).

Die Bestände sind in ihrer Struktur stark von Nutzungen bestimmt. So werden bzw. wurden diese Wälder forstwirtschaftlich häufig als Niederwald genutzt. In der Niederwaldwirtschaft wird der gesamte Gehölzbestand für die Brennholzgewinnung in relativ kurzen Umtriebszeiten (ca. alle 30-60 Jahre) genutzt.

Verbreitung und Häufigkeit: in der Steiermark im Südoststeirischen Hügelland und auf der Niederterrasse des unteren Murtales (Grenzmur); räumliche Ausprägung: flächig.

Nomenklatur
Wissenschaftlicher Name
Synonyme
Prioritär Nein
Natura 2000
FFH Code 9160
Schutzstatus FFH-Richtlinie Anhang I, Gefährdungsstufe: stark gefährdet

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